Narrenzunft Schramberg

Ein erster schriftlicher Beleg für fastnächtliche Aktivitäten in Schramberg stammt aus dem Jahr 1533. Im 16. und 17. Jahrhundert war zur Fasnet allerdings mehr die Abgabe des Bodenzinses, also der Fastnachtshenne üblich, als ausgelassenes Feiern. Trotz der großen Armut dokumentieren Gerichtsprotokolle aber auch viele Geld- und Turmstrafen wegen Vermummung und alkoholischen Exzessen zur Fasnet. Spätere Versuche, die Fastnacht zu verbieten, scheiterten und 1911 wurde schließlich die Narrenzunft Schramberg gegründet.

Der Schramberger Narro ist ein besonderer Weißnarr. Sein weises, lächelndes Gesicht ist nicht so glatt und ebenmäßig, wie bei vielen anderen. Der opulente Kragen ist gelb und seine Schellen trägt er um die Hüften. Er nimmt die Leute gerne auf die Hörner. Außerdem hat er immer ein Körbchen mit Bombole und Schokolädle dabei.

Ein klassischerer Weißnarr ist der Hansel. Er hat eine glattere Larve, ebenfalls einen gelben Kragen und Schellenriemen über die Schultern. Außerdem hat er einen Brezelstecken dabei. Der Da-Bach-Na-Fahrer stellt einen Shcwarzwaldflößer dar. Er trägt einen kleinen Holzzuber um den Bauch, auf dem steht „Da Bach na, da Bach na – mit Kummer un mit Sorga; bis am Asch-, bis am Asch, Aschermittwochmorga“. Die Da Bach Na Fahrt ist eine der bekanntesten Traditionen in der Schwäbisch-Alemannischen Fastnacht.

Der Brüele mit seinem Strohhut weint unentwegt und seine Kopfbedeckung erinnert an die ehemalige Strohhutproduktion vor Ort. Der Endivien-Butz ist eine Darstellung des letzten Schramberger Büttels, der auch einen Gemüseladen hatte. Allen voran schreitet der Kehraus, eine Einzelfigur, der den Winter aus den Straßen fegt.

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Aufstellungsnnummer beim Großen Narrensprung
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